Welche Kamera-Typen gibt es?

April 08, 2019 Jill Carstens Foto-Tipps, Fotowissen, Kamera-Kauf 0 comments

Spiegelreflex-, System-, Bridge- oder Kompaktkamera?

Hey, ihr Lieben!
Heute wollen wir uns dem zweiten Teil unserer Reihe über die Suche nach der perfekten Kamera zuwenden. In Teil 1 [noch nicht gelesen? Dann komm hier entlang!] haben wir uns ja schon die Frage danach gestellt, was wir als Fotografinnen und Fotografen so mitbringen – an Erfahrung, an Ideen und an Zielen. Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf grenzen wir jetzt die Auswahl weiter ein. Indem wir schon vor unserem Besuch im Fachmarkt oder in einem Online-Shop einen Kamera-Typ aussuchen, sorgen wir dafür, dass wir uns gar nicht erst von irgendeinem Angebot dazu verlocken lassen, das falsche Modell zu kaufen. Denn je nachdem, was wir vorhaben, kommen unterschiedliche Bauweisen infrage …

1) Der Klassiker auf professionellem Niveau: Die Spiegelreflexkamera

Wer an qualitativ hochwertige Fotos denkt, der denkt meistens an eine Spiegelreflexkamera. Diese Form des Fotoapparats hat sich als bevorzugtes Werkzeug der Profis etabliert, weil sie bis heute die beste Bildqualität liefert. Wie der Name vermuten lässt, ist in der Spiegelreflexkamera ein Spiegel eingebaut. Dieser sorgt dafür, dass du im Sucher genau das siehst, was die Kamera aufnimmt. Vor allem aber sind in den meisten Spiegelreflexkameras große Sensoren verbaut. Da der Sensor die Qualität der Aufnahmen – vor allem bei schwachem Licht – maßgeblich beeinflusst, kann das ein ausschlaggebender Faktor sein, wenn du bspw. in der Dämmerung oder bei Nacht fotografieren möchtest. Außerdem kannst du das Objektiv einer Spiegelreflexkamera austauschen und so die ganze Kamera individuell auf deine Vorlieben beim Fotografieren einstellen.

Eine Spiegelreflexkamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du bereits ein bisschen Erfahrung hast und möglichst viele Aspekte selbst einstellen möchtest.
… du dich langfristig – privat oder beruflich – mit dem Thema Fotografie befassen wirst.
… du auch bei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren willst.

 

2) Die „kleine Schwester“ der Spiegelreflex: Die Systemkamera

Hast du schon einmal jemanden mit einer Kamera fotografieren gesehen, die eigentlich aussah wie eine Spiegelreflexkamera, beim Auslösen aber nicht das charakteristische „Klick“ des Spiegels von sich gab? Das war vermutlich eine spiegellose Systemkamera. Auch ihre Sensoren sind zumeist stark und auch das Objektiv der Systemkamera kannst du austauschen. Da er  nicht mit Spiegel arbeitet, ist dieser Typ zwar leichter als eine Spiegelreflexkamera – gleichzeitig ist die Systemkamera aber auch ein wenig langsamer beim Aufnehmen schneller Bildfolgen und im Autofokus.

Eine Systemkamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du schon schon ein wenig Erfahrung mit den individuelle Einstellungen jenseits des Autofokus hast.
… du Fotografie für dich ein intensiv betriebenes Hobby oder ein Teil deines Berufs ist.
… du eine preisgünstige Alternative zur Spiegelreflexkamera suchst.

 

 

3) Der Mittelweg zwischen Preis und Bildqualität: Die Bridge-Kamera

Auf halber Strecke zwischen Spiegelreflex- und Kompaktkamera findest du auch noch die sogenannten Bridge-Kameras. Wie schon ihr Name verrät, schlagen sie die Brücke zwischen den Eigenschaften beider Bauarten. Einerseits verfügen sie über einen recht starken Sensor – größer als der einer Kompaktkamera aber schwächer als der einer System- oder Spiegelreflexkamera. Anderseits haben sie nur ein einziges, fest montiertes Objektiv. Dieses ist jedoch gewöhnlich so zoomstark, dass das nicht so stark ins Gewicht fällt.

 

Eine Bridge-Kamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du noch nicht allzu viel Erfahrung im Fotografieren hast, deine Kenntnisse aber ausbauen willst.
… du für deine Aufnahmen eine starke Zoom-Funktion einsetzen möchtest.
… du eine vielseitige Kamera suchst, für die du keine zusätzlichen Objektive brauchst.

 

4) Das komfortable und günstige Anfängermodell: Die Kompaktkamera

Die kleinsten, flachsten und leichtesten Kameras auf dem Markt sind die sogenannten Kompaktkameras. Sie enthalten entsprechend kleine Sensoren, liefern dafür aber eine gute Bildqualität. Das Objektiv ist in diesen Kameras fest verbaut und verschwindet bei den meisten Modellen in ausgeschaltetem Zustand im Gehäuse. Mit großen Auflösungen und schnellen Bewegungen kommen diese Kameras nicht so gut zurecht. Dafür finden sich aber viele besonders einsteigerfreundliche Modelle mit vorprogrammierten Einstellungen für bestimmte Motive, etwa für Landschaften oder Portraits.

Eine Kompaktkamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du dir noch nicht sicher bist, ob du langfristig bei der Fotografie bleiben willst.
… du am liebsten mit dem Autofokus und mit festen Einstellungen für bestimmte Motive arbeitest.
… du eine Kamera suchst, die leicht und schmal in jeder Tasche Platz findet.
Wenn wir unsere Vorauswahl getroffen haben, kann die Suche nach dem konkreten Modell beginnen – denn auch Kamera ein- und desselben Typs können sich in Sachen Ausstattung stark unterscheiden. Im dritten Teil des Artikels schauen wir uns deshalb an, auf welche Eigenschaften du bei der Auswahl des konkreten Modells besonderen Wert legen solltest.
Bis dann, ihr Lieben – wir lesen uns!
Eure Jill

 

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