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Auf der Liste, ohne die es für mich irgendwie nicht so richtig neues Jahr ist, stehen ganz oben die Narren. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn Ende Januar überall so still ist: Eigentlich sollten doch gerade Umzüge stattfinden, bunte Wimpel von den Häusern flattern und mir alle Nase lang die herrlichsten Kostüme vor die Kamera laufen.

Narren Sonnenbühl Winter
Zwei Narren auf dem Kirchberg bei Sonnenbühl

Liebe Hästrägerinnen und Hästräger, dieses Motiv des Monats ist unser Gruß an euch – wir vermissen euch und freuen uns jetzt schon auf ein umso närrischeres Jahr 2022!

Als Nordlicht war die Fastnacht auf der Schwäbischen Alb am Anfang ja echtes Neuland für mich. Von meiner Zeit auf Sylt kannte ich die Biikefeuer, mit denen dort der Winter ausgetrieben wird, und natürlich war mir auch der Kölner Karneval nicht ganz fremd – zumindest so, wie man den als Touristin halt auch mal am Rande mitbekommt. Aber als ich vor mehr als zehn Jahren in den Süden gezogen bin, habe ich zum ersten Mal die schwäbisch-alemannische Fastnacht erlebt. Und was soll ich sagen? Das war schon ein bisschen so, als wäre ich mitten in ein Märchenbuch gelaufen: Hexen und Teufel, die da fabelhafte Fratzen schneiden und durch die Straßen tanzen … was für ein Anblick!

Ich weiß gar nicht, wie viele Hästrägerinnen und Hästräger ich im letzten Jahrzehnt vor der Kamera hatte – und trotzdem gibt es für mich jedes Mal wieder etwas Neues zu entdecken. Das liegt natürlich an den ausgefallenen Masken und Kostüme, die ja bekanntlich jede Narrenzunft auf ihre ganz eigene Art und Weise gestaltet, aber mindetens genauso großen Spaß wie das Zuschauen macht mir das Nachfragen und Zuhören. Ihr wisst ja: Ich liebe gute Geschichten – und jede Narrenzunft schöpft ihre Inspiration aus der Geschichte und der Gemeinschaft, die sie umgeben. Undinger „Strohweiber“, Genkinger „Scheiterhau-Hexa“ und wie sie alle heißen: Wenn die so richtig loslegen, hab ich meine helle Freude.

Also, ihr lieben Narren: Falls ihr die Fastnacht 2021 nicht einfach so an euch und eurem Häs vorbeiziehen lassen wollt – im Freien und mit ausreichend Abstand dürfen wir fotografieren. Zwar nur einzeln, aber viele Narrenfotos ergeben ja auch eine Zunft. Und für ein Bild wie dieses stapfe ich auch gern persönlich mit euch durch den Schnee auf den Kirchberg. Versprochen.

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