Apr
15
Hey, ihr Lieben!
Vor zwei Wochen habe ich den ersten Teil meines Lebenswegs mit euch geteilt. Ich wollte euch erzählen, wie ich überhaupt zur Fotografie gekommen bin, was ich gelernt habe und wo. Und was soll ich sagen, Leute: Eure Reaktionen auf meine Geschichte, die waren der Hammer! So viel „Moin!“ aus dem Norden, so viele liebe Grüße aus dem Süden – ich hab mich wahnsinnig gefreut, von euch allen zu hören und zu lesen! Und wenn ich mir die Kommentare und lieben Nachrichten anschaue, die mich seitdem erreicht haben, dann scheine ich ja in echt guter Gesellschaft zu sein: Viele von euch hat das Leben einmal quer durch Deutschland geführt.
Heute möchte ich euch den zweiten Teil meiner Geschichte erzählen: Den, in dem es mich in den Süden der Bundesrepublik verschlägt …

Wie Familienbande das Nordlicht in den Süden ziehen

Zuallererst muss ich mal ganz kurz festhalten, dass der Weg von Sylt nach Sonnenbühl für mich gar nicht so weit war wie ihr jetzt vielleicht denkt: Ich habe hier nämlich entfernte Verwandte. 2009 haben wir dann groß angelegtes Familientreffen organisiert und bei dieser Feier habe ich den in Süddeutschland lebenden Teil meiner Familie zum ersten Mal bewusst kennengelernt. Da war sofort eine Verbindung da. Meine Familie ist mir insgesamt extrem wichtig – fragt nur mal meine Schwester Jonne, die es inzwischen auch auf die Alb verschlagen hat! Und mit den Sonnenbühlern hat es einfach sofort geklickt. Sie haben mich zu sich eingeladen und ich hab auch gleich Ende September meinen Koffer gepackt und bin runtergeflogen. Das waren meine ersten zwei Wochen auf der Schwäbischen Alb – ein Urlaub bei der Familie, der mir total gut gefallen hat.
Ich hab mich damals auf den allerersten Blick in die Landschaft verliebt. Ich meine, wenn man das mal vergleicht: Ich war den Norden gewohnt, Küste, Dünen und das Watt. Im Kontrast dazu war die Alb im Spätsommer ein echt exotisches Erlebnis. Die dichten Wälder, das Laub, das sich langsam bunt zu färben beginnt … das ist ein Schauspiel, das mich bis heute jedes Jahr auf ein Neues raus lockt. Als ich also zum ersten Mal im Süden war, da fasste ich den Beschluss, gleich im Januar wiederzukommen, mindestens für einen ganzen Monat. Ich wollte schauen, ob ich während dieser Zeit nicht hier im Süden ein Praktikum machen konnte. Reisen, meine Familie sehen und mich gleichzeitig weiterbilden. Das war echt ein Rundum-glücklich-Paket für mich.

Hier bleib ich!“

Genau so hat es dann auch geklappt: Ich habe einen Praktikumsplatz bekommen und kam Januar bis Anfang Februar wieder nach Sonnenbühl. Da stellte ich fest, dass es mir hier immer noch sehr gut gefiel. Also war es doch nicht nur das entspannte Urlaubsgefühl, das den Gedanken „hier möchte ich mehr Zeit verbringen!“ ausgelöst hatte. Das war irgendetwas … Stärkeres. Und wie das Leben so spielt, hatte da auch nicht nur der Verstand ein Wörtchen mitzureden, sondern auch das Herz. Während meiner Zeit hier im Süden hatte ich schließlich einen Mann kennengelernt, der mir mächtig den Kopf verdreht hatte. „Also“, sagte ich mir, „das passt doch alles ganz prima! Noch ein Grund, hier zu bleiben.“
2010 war deshalb das Jahr, in dem ich meinen Koffer nicht nur für ein paar Wochen gepackt habe. Ich bin mit Sack und Pack, mit Kamera und Stativ nach Sonnenbühl gezogen. Arbeit habe ich in einem Studio in Reutlingen gefunden. Für vier Wochen sollte es aber erst einmal nach Sylt in mein altes Studio zurückgehen – als Vertretung, damit die Chefs dort mal Urlaub machen konnten. Wieder mit der Kamera von Hochzeit zu Ferienwohnung zu Restaurant zu gehen, machte mir auch großen Spaß. Bis zu dem Punkt, an dem bei mir ein Aneurysma festgestellt wurde.

Leben ist, was passiert, während Jill eigentlich andere Pläne schmiedet

Für alle von euch, die von diesem Thema bisher verschont geblieben sind: Ein Aneurysma ist eine krankhafte Erweiterung einer Schlagader. Wenn die platzt, ist das in rund 80% aller Fälle tödlich. Und das wäre es auch bei mir fast gewesen. Das war, wenn ich so drüber nachdenke, eine echt krasse Zeit. Vor allem wenn ich überlege, dass ich trotz all dem, was da passiert ist, gerade einmal vier, viereinhalb Wochen im Krankenhaus lag. Kaum dass ich in die Reha durfte, kam ich wieder in den Süden zurück. Eigentlich hätte ich im Anschluss einen Job gehabt – in dem Studio in Reutlingen. Aber nach dem ganzen Trubel war ich noch lange nicht wieder auf den Beinen. Die Wiedereingliederung lief langsam – und war dann einfach erst einmal zu viel für mich. Ja, ich bin ein kleines Stehaufmännchen. Aber wenn ich eben erst dem Tod von der Schippe gesprungen bin, dann bin auch ich ein bisschen aus der Puste.
Also war es erst einmal nichts mit Arbeit im Studio. Ich war zuhause und … oh, Leute. War mir vielleicht langweilig! Nicht, dass ich mich nicht entspannen und mal gepflegt Urlaub machen kann. Aber mehrere Wochen zuhause, ganz ohne irgendetwas zu tun? Kein Mensch kann so oft staubsaugen und den Kühlschrank putzen, dass das nicht irgendwann schrecklich öde wird.

Wie sich die Selbstständigkeit in mein Leben schlich und beschloss zu bleiben

Wie ich so zuhause war und nach Möglichkeiten suchte, etwas Produktives zu unternehmen, ohne gleich so viel zu tun, dass ich dabei umkippe, fiel mir auf, dass wir ja einen Raum frei hatten. Ein Schelm, wer jetzt „Mini-Foto-Studio!“ denkt, nicht wahr? Also hab ich angefangen, da ein paar Pass- und Bewerbungsbilder zu machen. Der Schritt in die Selbstständigkeit war für mich kein großer, entschlossener Sprung, sondern ein langsames Anpirschen. Hier ein Passbild. Da ein Bewerbungsfoto. Nach und nach all meine Sachen in diesem Raum organisieren, das wichtigste Equipment zusammenkaufen und dann den ganzen Papierkram vom Finanzamt holen. „Nur mal so, nur zum Schauen …“ Und zack: Gewerbe angemeldet.
Was eigentlich mehr als Beschäftigungstherapie für Jill in Reha angefangen hatte, wuchs sich dann schnell zum vollständigen Gewerbe aus. Ich fing an, ein bisschen Werbung zu machen, und es sprach sich herum, dass es in Sonnenbühl-Willmandingen ein neues Foto-Studio gab. Mein Geschäft kam ins Laufen. Ein kleiner Raum war innerhalb kürzester Zeit nicht mehr genug. Also packte ich all meine Foto-Ausrüstung und zog damit in die Einliegerwohnung um. Und auch wenn der Weg, der mich dorthin geführt hatte, nicht der war, den ich mir gewünscht hätte: Das passte einfach. Ich hatte mein erstes eigenes Studio – ich war jetzt meine eigene Chefin und konnte in einer Geschwindigkeit arbeiten, die für meine Gesundheit okay war. Endlich konnte ich mich wieder hinter den Sucher klemmen und das tun, was mir Spaß macht.

Auf zu neuen Abenteuern!

Inzwischen bin ich sieben Jahre selbstständig. Sieben Jahre, in denen viel passiert ist. So ein Geschäft wächst und konsolodiert sich. Die Liebe kommt und geht. Erst Anfang dieses Jahres ist – wie ihr ja sicher gesehen habt – mein Studio aus den alten Räumen in ein neues Gebäude umgezogen. Und ich arbeite auch nicht mehr solo: inzwischen unterstützt mich Judith.
Nein, das Aneurysma hätte ich wirklich nicht gebraucht. Aber ob ich mich ohne diesen Einschnitt so schnell getraut hätte, mich selbstständig zu machen? Ob ich all die tollen Leute kennengelernt hätte, all die lieben Kunden, die treuen Geschäftspartner und den Handels- und Gewerbeverein Sonnenbühl e.V., dessen 1. Vorsitz ich letztes Jahr übernommen habe? Ob ich meinen heißgeliebten Dackel Oskar einfach mit zur Arbeit nehmen könnte, wenn ich heute noch Angestellte in einem Studio wäre?
Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine Ahnung.
Was ich weiß, ist aber, dass es mir da, wo ich jetzt bin, sehr gut gefällt.
Ja, das Aneurysma war ein heftiger Schlag.
Nein, ich kann immer noch nicht so arbeiten, wie ich gerne möchte. Ich brauche viele, viele Pausen und bin daher manchmal auch nicht zu den üblichen Öffnungszeiten im Studio anzutreffen – weil ich einfach einen Gang runterschalten muss.
Aber ich kann ehrlich sagen, dass ich all diese Veränderungen für mich angenommen habe.
Das ist mein Weg – und ich glaube fest daran, dass er genau so verlaufen musste, um mich an den Punkt zu bringen, an dem ich jetzt stehe.
Und das ist doch die Hauptsache, oder?
Damit schließt meine Geschichte. Oder eher: Sie schließt zum Hier und Jetzt auf. Das war mein bisheriger Weg, erst zur Kamera, dann zum eigenen Studio. Von der Küste auf die Insel und von dort aus auf die Schwäbische Alb. Mein Werdegang als Fotografin, als Wahl-Schwäbin und als Unternehmerin.

Zu erzählen gäbe es natürlich noch viel mehr. Schließlich passieren ständig so viele aufregende Sachen, dass ich mich echt zusammenreißen muss, um diesen Blog-Post hier zum Abschluss zu bringen. Deshalb kann ich euch versichern: Da kommt auch noch die eine oder andere Geschichte auf euch zu! :)

Aber jetzt erstmal weg von mir und hin zu euch: Viele von euch haben mir geschrieben, dass es auch sie von der Küste auf die Alb verschlagen hat – oder umgekehrt. Wie lief das bei euch? Wie seid ihr dort gelandet, wo ihr jetzt seid – und welche Schicksalsschläge haben euch, wenn ihr so im Nachhinein daran zurückdenkt, auf einen eigentlich guten Weg gebracht?
Ich würde mich sehr freuen, in den Kommentaren und auch auf Facebook von euch zu lesen.
Bleibt gesund, munter und vor allem mit Spaß bei dem, was ihr gut und gern macht!
Eure Jill
4
Apr
08

Spiegelreflex-, System-, Bridge- oder Kompaktkamera?

Hey, ihr Lieben!
Heute wollen wir uns dem zweiten Teil unserer Reihe über die Suche nach der perfekten Kamera zuwenden. In Teil 1 [noch nicht gelesen? Dann komm hier entlang!] haben wir uns ja schon die Frage danach gestellt, was wir als Fotografinnen und Fotografen so mitbringen - an Erfahrung, an Ideen und an Zielen. Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf grenzen wir jetzt die Auswahl weiter ein. Indem wir schon vor unserem Besuch im Fachmarkt oder in einem Online-Shop einen Kamera-Typ aussuchen, sorgen wir dafür, dass wir uns gar nicht erst von irgendeinem Angebot dazu verlocken lassen, das falsche Modell zu kaufen. Denn je nachdem, was wir vorhaben, kommen unterschiedliche Bauweisen infrage ...

1) Der Klassiker auf professionellem Niveau: Die Spiegelreflexkamera

Wer an qualitativ hochwertige Fotos denkt, der denkt meistens an eine Spiegelreflexkamera. Diese Form des Fotoapparats hat sich als bevorzugtes Werkzeug der Profis etabliert, weil sie bis heute die beste Bildqualität liefert. Wie der Name vermuten lässt, ist in der Spiegelreflexkamera ein Spiegel eingebaut. Dieser sorgt dafür, dass du im Sucher genau das siehst, was die Kamera aufnimmt. Vor allem aber sind in den meisten Spiegelreflexkameras große Sensoren verbaut. Da der Sensor die Qualität der Aufnahmen – vor allem bei schwachem Licht – maßgeblich beeinflusst, kann das ein ausschlaggebender Faktor sein, wenn du bspw. in der Dämmerung oder bei Nacht fotografieren möchtest. Außerdem kannst du das Objektiv einer Spiegelreflexkamera austauschen und so die ganze Kamera individuell auf deine Vorlieben beim Fotografieren einstellen.

Eine Spiegelreflexkamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du bereits ein bisschen Erfahrung hast und möglichst viele Aspekte selbst einstellen möchtest.
… du dich langfristig – privat oder beruflich – mit dem Thema Fotografie befassen wirst.
… du auch bei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren willst.
 

2) Die „kleine Schwester“ der Spiegelreflex: Die Systemkamera

Hast du schon einmal jemanden mit einer Kamera fotografieren gesehen, die eigentlich aussah wie eine Spiegelreflexkamera, beim Auslösen aber nicht das charakteristische „Klick“ des Spiegels von sich gab? Das war vermutlich eine spiegellose Systemkamera. Auch ihre Sensoren sind zumeist stark und auch das Objektiv der Systemkamera kannst du austauschen. Da er  nicht mit Spiegel arbeitet, ist dieser Typ zwar leichter als eine Spiegelreflexkamera - gleichzeitig ist die Systemkamera aber auch ein wenig langsamer beim Aufnehmen schneller Bildfolgen und im Autofokus.

Eine Systemkamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du schon schon ein wenig Erfahrung mit den individuelle Einstellungen jenseits des Autofokus hast.
… du Fotografie für dich ein intensiv betriebenes Hobby oder ein Teil deines Berufs ist.
… du eine preisgünstige Alternative zur Spiegelreflexkamera suchst.
   

3) Der Mittelweg zwischen Preis und Bildqualität: Die Bridge-Kamera

Auf halber Strecke zwischen Spiegelreflex- und Kompaktkamera findest du auch noch die sogenannten Bridge-Kameras. Wie schon ihr Name verrät, schlagen sie die Brücke zwischen den Eigenschaften beider Bauarten. Einerseits verfügen sie über einen recht starken Sensor – größer als der einer Kompaktkamera aber schwächer als der einer System- oder Spiegelreflexkamera. Anderseits haben sie nur ein einziges, fest montiertes Objektiv. Dieses ist jedoch gewöhnlich so zoomstark, dass das nicht so stark ins Gewicht fällt.
 

Eine Bridge-Kamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du noch nicht allzu viel Erfahrung im Fotografieren hast, deine Kenntnisse aber ausbauen willst.
… du für deine Aufnahmen eine starke Zoom-Funktion einsetzen möchtest.
… du eine vielseitige Kamera suchst, für die du keine zusätzlichen Objektive brauchst.

 

4) Das komfortable und günstige Anfängermodell: Die Kompaktkamera

Die kleinsten, flachsten und leichtesten Kameras auf dem Markt sind die sogenannten Kompaktkameras. Sie enthalten entsprechend kleine Sensoren, liefern dafür aber eine gute Bildqualität. Das Objektiv ist in diesen Kameras fest verbaut und verschwindet bei den meisten Modellen in ausgeschaltetem Zustand im Gehäuse. Mit großen Auflösungen und schnellen Bewegungen kommen diese Kameras nicht so gut zurecht. Dafür finden sich aber viele besonders einsteigerfreundliche Modelle mit vorprogrammierten Einstellungen für bestimmte Motive, etwa für Landschaften oder Portraits.

Eine Kompaktkamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du dir noch nicht sicher bist, ob du langfristig bei der Fotografie bleiben willst.
… du am liebsten mit dem Autofokus und mit festen Einstellungen für bestimmte Motive arbeitest.
… du eine Kamera suchst, die leicht und schmal in jeder Tasche Platz findet.
Wenn wir unsere Vorauswahl getroffen haben, kann die Suche nach dem konkreten Modell beginnen - denn auch Kamera ein- und desselben Typs können sich in Sachen Ausstattung stark unterscheiden. Im dritten Teil des Artikels schauen wir uns deshalb an, auf welche Eigenschaften du bei der Auswahl des konkreten Modells besonderen Wert legen solltest.
Bis dann, ihr Lieben - wir lesen uns!
Eure Jill
 
0
Apr
02
Hey, ihr Lieben!
Es sind ja jetzt schon einige Jahre, die ich hier im Süden Baden-Württembergs lebe. Aber sobald ich den Mund aufmache, hört es jeder Schwabe sofort: „Die ist nicht von hier.“ Stimmt ja auch – ursprünglich komme ich vom anderen Ende Deutschlands. Und bevor ich hierher kam, war ich in Hamburg und Kiel, an der Ostsee und auf Sylt unterwegs. Eine Reise, die nicht nur mich als Person, sondern auch meine Art, die Welt zu sehen und zu fotografieren maßgeblich beeinflusst hat.
Was ich damit meine? Nun ja: Fotografiert habe ich schon immer. Was und wie, das hat sich im Lauf der Jahre allerdings verändert. Man lernt schließlich nie aus.
Aber fangen wir am besten ganz von vorn an.

Jill, die Kamera und das Wattenmeer

Geboren bin ich in Plön. Das ist eine Stadt in der Nähe von Kiel, in der Holsteinischen Schweiz. Wann ich zum ersten Mal eine Kamera in die Hand genommen habe, das kann ich nicht sicher sagen. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, klickte und blitzte es immer irgendwo. Das lag daran, dass mein Papa schon immer leidenschaftlich gern fotografiert und dieses Hobby gern mit seiner neugierigen kleinen Tochter geteilt hat. So durfte ich schon als Kind die Welt durch den Sucher entdecken. Das Gefühl der Spiegelreflexkamera in meinen Händen, das ist eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen. Mein Vater hat meine Begeisterung für Fotos immer gefördert, weil ich in seinen Augen ganz instinktiv viel richtig machte: Die kleine Jill schnappte sich – so haben es meine Eltern mir jedenfalls erzählt – die Kamera und hielt sie eben nicht quer, sondern gleich im Hochformat. Und das hat meinem Vater so gut gefallen, dass ich mit seiner Kamera fotografieren und sie auch mitnehmen durfte. Das war schon ein extrem cooles Gefühl, wenn ich als Jugendliche mit dieser Spiegelreflexkamera losziehen konnte.
Als ich dann meinen Realschulabschluss in der Tasche hatte, war ich mir aber noch nicht sicher, was ich beruflich machen wollte. Deshalb habe ich erst einmal ein Freiwilliges Ökologisches Jahr gemacht. Das war in Tönning, einer kleinen Stadt in Nordfriesland. Dort gibt es eine Jugendherbergemit einem „Umweltstudienplatz Nordseeküste“. Das bedeutet, dass dort ein modernes Wasserlabor zur Verfügung steht, von dem aus Umweltpädagogik betrieben wird. Ich hab von dort aus ganze Schulklassen durchs Watt gescheucht – was auch echt lustig war. Aber noch besser als Schüler, die hochkonzentriert nach Wattwürmern suchen, hat mir die Möglichkeit gefallen, mir die Kamera zu schnappen und selbst loszuziehen. Das Watt, das Meer, die Menschen: Überall waren Motive, die ich unbedingt festhalten wollte.
Und als sich dann das Freiwillige Ökologische Jahr dem Ende zuneigte und ich mich entscheiden musste, wie es weitergehen sollte … tja. Dann hab ich mich als Fotografin beworben. So kam ich nach Hamburg, als Azubi in einem kleinen Portraitstudio.

Von Lehrjahren, Laboren und Hunderten von Portraits

Wer denkt, dass in einem Portraitstudio ausschließlich mit Pass- und Bewerbungsbildern hantiert wird: Weit gefehlt! Als Portrait zählt jedes Foto, auf dem ein Gesicht abgebildet ist. Wie viel oder wenig dabei von der Person zu sehen ist, das kann variieren. Und übrigens können auch Tierfotos waschechte Portraits sein! Während meiner Ausbildungszeit in Hamburg kamen daher neben den obligatorischen Pass- und Bewerbungsbildern also auch Hochzeitsfotos, Familienportraits, Babybauch-Bilder und vieles mehr zusammen.
Wir waren in diesem Studio zu dritt: Die Chefin, mein Mitlehrling und ich. Wie wir alle wissen, sind „Lehrjahre keine Herrenjahre“, und klar: Die Ausbildung war nicht immer nur Spaß und Heiterkeit. Aber ich habe damals das Handwerk von der Pike auf gelernt. In dem Studio wurde noch analog fotografiert, weshalb ich auch heute noch im Schlaf Filme entwickeln kann. Wir hatten dort auch ein eigenes Schwarz-Weiß-Labor, in dem die Chefin in jeder Mittagspause gewerkelt hat. Da war ich oft mit von der Partie. Wenn ich nur daran denke, dass zu der Zeit noch im Labor geraucht wurde … links die Chemiebäder, rechts die rauchenden Kollegen. Da wird es mir schummrig, wenn ich nur dran denke! Heute unvorstellbar, so etwas. Aber für dieses Labor war das Studio in der ganzen Stadt bekannt. Lange Zeit waren nämlich für Bewerbungen stilvolle Schwarz-Weiß-Bilder üblich. Die konnte aber längst nicht jeder Fotograf entwickeln. Wer also professionelle schwarz-weiße Bewerbungsfotos wollte, der kam zu uns – aus dem Stadtgebiet und auch aus dem Umland. Hin und wieder kamen sogar die großen Hamburger Museen, wenn sie entsprechende Abzüge brauchten.
Auch wenn wir erst gegen meiner Ausbildung auf digitale Fotografie umgestiegen sind, gelten die Grundlagen, die ich als Azubi in Hamburg gelernt habe, bis heute. Am harmonischen Aufbau eines Bilder, am richtigen Zeitpunkt für die Aufnahme und an all diesen Aspekten, die aus einem guten ein sehr gutes Foto machen, hat sich schließlich nichts geändert.

Von der Ostsee bis nach Sylt

Nach Abschluss meiner Lehre bin ich nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt, und zwar nach Kiel. Dort habe ich anderthalb Jahre lang in einem Portraitstudio gearbeitet. Neben einem Labor verfügte dieses Studio auch über einen eigenen Fotomarkt. Die beste Gelegenheit, alles Mögliche über technische Neuerungen und über verschiedene Kameramodelle und -hersteller zu lernen, das kann ich euch sagen! Auch hier habe ich aber vor allem im Labor gearbeitet. Da kannte ich mich einfach bestens aus – und das hat mich auch zu meinem nächsten Job gebracht. An der Ostsee, in Bad Malente, war ich als Leiterin eines Portraitstudios angestellt, das ebenfalls ein eigenes Labor hatte. Klein aber fein.
Von dort aus ging ich schließlich nach Sylt. Und mit einem Mal veränderten sich meine Schwerpunkte im Tagesgeschäft vollkommen. Hatte ich vorher vor allem im Studio und im Labor gearbeitet, war ich jetzt plötzlich pausenlos draußen unterwegs. Wind und Wetter, Strand, Düne und nasse Zehen: Das erinnerte mich richtig an meine Streifzüge während des Freiwilligen Ökologischen Jahrs. Natürlich kam auch hier die Studio- und Laborarbeit nicht zu kurz – Portraits sind immer gefragt und die Bilder entwickeln sich auch nicht von allein. Aber Sylt zählt nun einmal zu den beliebtesten Hochzeits-Locations in Deutschland. Geheiratet wird da natürlich am liebsten am Strand, direkt am Meer. Und wenn das Wetter mitspielt, wird auch draußen gefeiert. In meinen zwei Jahren auf Sylt habe ich mehr als 300 Hochzeiten begleitet.
Neu für mich war auch, dass hier viel Architektur-Fotografie betrieben wurde. Die zahlreichen Ferienwohnungen und -häuser auf der Insel werden in Katalogen und im Internet beworben. Und dafür braucht es Bilder, in die sich Urlauber auf den ersten Blick verlieben. Neben viel, viel Erfahrung als Hochzeitsfotografin konnte ich mir also auch große Routine in Sachen Immobilien-Fotografie aneignen. Oh, und das Essen! Für die Restaurants auf Sylt haben wir auch Fotos für Speisekarten und Werbung gemacht. Diese Menüs waren auch immer ein Anblick, bei dem einem das Wasser im Mund zusammenlief. Den Reiz der Food-Fotografie kann ich seitdem sehr gut verstehen: Ein gutes Foto von einem tollen Gericht lässt mich das Essen schon fast schmecken.
Aber auch meine Zeit in Sylt ging irgendwann zuende. Ihr folgte ein denkbar drastischer Ortswechsel: Einmal quer durch die Bundesrepublik ging es nach Baden-Württemberg. Weil aber auch das eine ziemlich lange Geschichte ist, eine Geschichte von der Liebe, von Selbständigkeit und Rauhaardackeln, erzähle ich sie euch das nächste Mal :)

Wir lesen uns!

Eure Jill

0
Mrz
25

Teil 1 von 3: Warum die perfekte Kamera etwas ganz Individuelles ist

„Welche Kamera ist eigentlich die richtige?“
In meinen Kursen wird diese Frage oft gestellt, und auch auf unseren Foto-Spazigergängen und im Studio sprechen wir oft darüber. Ich würde ja behaupten, dass das eine der schwierigsten Fragen zum Thema Fotografie ist. Eine einfache Antwort darauf gibt es nämlich nicht. Die perfekte Kamera ist etwas ganz Individuelles: Sie muss zum Fotografen bzw. zur Fotografin und zum Motiv passen. Vom Budget ganz zu schweigen!
Für die Bildqualität und auch für die Freude am Fotografieren ist die richtige Kamera allerdings von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund haben wir eine dreiteilige Reihe von Artikeln für euch zusammengestellt, in der wir und der Suche nach dem passenden Modell widmen.
Beginnen wollen wir unsere Suche nach der perfekten Kamera bei euch: Bei den Fotografinnen und Fotografen.
   

Zu was muss die Kamera passen?

Kameras und Zubehör gibt es in ganz unterschiedlichen Preisklassen: Du kannst deine Kamera einzeln kaufen oder gleich im Paket mit Equipment wie verschiedenen Objektiven, einem Stativ usw. Allerdings braucht nicht jeder und jede dieselbe Ausrüstung. Wenn du dich beispielsweise für Portrait- und Tierfotografie interessierst, solltest Du auf andere Faktoren achten als für Landschaftsaufnahmen und Food-Fotografie.
Um dich nicht zum Kauf einer allzu teuren Kamera und zur Anschaffung von Zubehör verleiten zu lassen, das später doch nur Staub sammelt, solltest du daher die Auswahl zuallererst eingrenzen. Um dir eine Vorstellung von dem zu verschaffen, was du suchst, brauchst du drei Informationen über dich als Mensch hinter der Kamera:
1. Wie gut kennst du dich aus? Hast du schon ein wenig Fotografie-Erfahrung oder stehst du noch ganz am Anfang deiner Foto-Karriere? Benutzt du lieber den Autozoom und Voreinstellungen für bestimmte Aufnahme-Modi oder stellst du deine Kamera manuell ein?
2. Welche Motive willst du fotografieren? Hast du eine eindeutige Präferenz oder willst du eher viele verschiedene Motive ausprobieren? Besonders wichtig ist hierbei, ob du zu bewegten oder zu statischen Motiven neigst, und ob du sie in einer hellen oder in einer eher schwach beleuchteten Umgebung fotografieren willst. Stadtszenen bei Nacht erfordern eine andere Kamera als beispielsweise das Fotografieren von Immobilien und Kunstwerken bei Tag.
3. Wann und wie intensiv beschäftigst du dich mit dem Thema Fotografie? Willst du nur ab und zu – beispielsweise im Urlaub und zu feierlichen Anlässen – ein paar schöne Schnappschüsse aufnehmen oder die Fotografie doch eher zu einem langfristigen Hobby machen? Muss deine Kamera leicht und kompakt ins Gepäck passen, oder stört es dich nicht, dein Equipment mit dir herumzutragen?
   
Hast du diese Fragen ehrlich beantwortet, bist du schon einen großen Schritt näher an der Kamera deiner Träume. Mit deinen Antworten im Hinterkopf kannst du nämlich herausfinden, welche der verschiedenen Kamera-Bauarten am besten zu dir, deiner Erfahrung und deinen Zielen passt.
In Teil 2 unserer Reihe schauen wir uns deshalb als nächstes an, welche Kamera-Typen es gibt, wie sie sich voneinander unterscheiden – und wer an welcher Form die meiste Freude hat.
Wir lesen uns – bis bald, ihr Lieben!
Eure Jill
0
Mrz
18
Im Verlauf eines Jahres kommen so viele schöne Bilder zustande, dass wir es schade finden, wenn wir auf unserer Homepage immer nur eine Handvoll auf einmal präsentieren können. Deshalb wollen wir euch in der Rubrik „Motiv des Monats“ jeden Monat ein Bild vorstellen, das uns in den vergangenen Wochen besonders gut gefallen hat, und euch die Geschichte dahinter erzählen.
Mein Motiv des Monats März 2019 stammt aus einem Set von Werbefotos, die ich für die Zimmerei Flamm aufgenommen habe. Marcel Flamm hat uns im Lauf unseres Studio-Umzugs zur Seite gestanden. Ohne ihn, seine handwerkliche Expertise und seinen Einfallsreichtum hätten wir kaum die Hälfte der neuen Möbel und Hintergründe zur Verfügung, die uns die Arbeit in den neuen Räumen versüßen.

Zimmermeister Marcel Flamm (links) & Zimmerer Gerhard Schmid (rechts)

Für mich ist dieses Bild hier das schönste aus der ganzen Reihe: Das natürliche Licht unter dem Dach war einfach traumhaft - und wie sie so entspannt in die Kamera grinsen, sieht man den beiden Zimmermännern an, dass sie hier ganz in ihrem Element sind.
0
Mrz
11

Das biometrische Passbild: Wofür du es brauchst und wie es aussehen muss

Seit 2010 gilt auf Ausweisen in ganz Deutschland: Lächeln strengstens verboten! Biometrisch sollen die neuen Passbilder sein – was bedeutet, dass sie die automatische Erkennung von Gesichtern durch spezielle Programme ermöglichen. Zu diesem Zweck müssen die Fotos in einem streng regulierten Format erstellt werden. Aber was bedeutet das in der Praxis? Sind die Regularien wirklich so streng – und kann ein biometrisches Passbild nicht auch ganz einfach am Foto-Automaten aufgenommen werden?
Wir haben die wichtigsten Fragen rund um das biometrische Passbild für dich beantwortet.

Für welche Ausweise ist ein biometrisches Passbild erforderlich?

Ein biometrisches Passbild ist in Deutschland für drei Ausweise verpflichtend: Für den Personalausweis, den Reisepass und den Führerschein. Hinzu kommt für alle Soldaten der Bundeswehr der Truppenausweis. Wollen Sie einen dieser Anweise erstmals beantragen oder verlängern, müssen Sie dem Antrag ein biometrisches Passbild beilegen. Von der Regelung betroffen sind allerdings nicht nur Jugendliche und Erwachsene: Auch für Kinder und sogar für Säuglinge muss im Fall einer Reise ins Ausland ein Kinderreisepass beantragt werden – inklusive eines biometrischen Passfotos. Die Bilder für die Ausweiskarte, die deine Krankenkasse für dich erstellt, die Fotos für Schüler- und Studenten-Ausweise und auch das Bild auf einem Schwerbehindertenausweis können hingegen biometrisch sein, müssen es aber nicht.

Welche Kriterien muss ein biometrisches Passbild erfüllen?

Um die zuverlässige Funktion von Gesichtserkennungsprogrammen zu ermöglichen, müssen die Gesichter auf den einzelnen Ausweisen möglichst identisch aufgebaut sein. Deshalb gibt es ein umfassendes Regelwerk dafür, wie ein biometrisches Passbild aufgenommen werden muss:
  • Der Kopf muss dem Betrachter frontal zugewandt sein. Das bedeutet, dass du den Kopf weder zur Seite drehen noch nach oben oder unten neigen darfst.
  • Der Gesichtsausdruck muss neutral sein. Deine Augen müssen dabei offen und der Mund geschlossen sein. Außerdem musst du direkt geradeaus auf den Betrachter blicken. Für Kinder bis zum 6. Lebensjahr wird diese Regelung ein wenig lockerer gehandhabt: Ihre Gesichter dürfen ein wenig mehr Ausdruck zeigen – aber auch nicht viel.
  • Auf dem Gesicht dürfen weder Lichtreflexe noch Schatten liegen. Dieser Punkt ist für Brillenträger besonders wichtig: Ihre Brille darf auf der Aufnahme weder spiegeln noch mit dem Rahmen die Augen verdecken.
  • Der Hintergrund muss strukturlos gestaltet sein. Am besten sind neutrale Hintergründe in Grau oder Weiß.
Und das ist nur ein Teil des Regelkatalogs: Auch die Bildschärfe, der Kontrast und die Farbe, der Abstand des Kopfes zum Rand des Fotos und die Größe des Gesichts im Bildausschnitt sind strikt vorgeschrieben.

Nicht mehr auf allen Ausweisen erlaubt: leichte Wendung weg vom Betrachter, geneignter Kopf, das Gesicht im Bildausschnitt nicht groß genug

Warum solltest du biometrische Passbilder vom Fotografen machen lassen?

Klar könntest du einfach zum nächsten Foto-Automaten gehen und dort schnell deine biometrischen Bilder aufnehmen. Geht schnell und günstig und ist genauso gut wie das Bild vom Fotografen. Zumindest in der Theorie. In der Praxis solltest du aber für alle wichtigen Passbilder in ein professionelles Fotostudio gehen. Das hat einen ganz einfachen Grund: Mit biometrischen Passbildern vom Profi stellst du sicher, dass dein Antrag auf einen neuen Ausweis oder gar deine Reise ins Ausland nicht im letzten Moment scheitert, nur weil irgendein winziges Detail am Passbild nicht der gesetzlich vorgeschriebenen Norm entspricht. Ob eine Brille um ein paar Millimeter zurecht gerückt oder eine Haarsträhne anders drapiert werden muss: Ein erfahrener Fotograf kennt alle Regularien rund um das biometrische Passbild und weiß genau, worauf er im Einzelfall achten muss. Und auch wenn ein charmantes Lächeln wie auf früheren Passbildern nicht mehr zulässig ist, darfst du immerhin einen freundlichen Ausdruck andeuten, damit dein neuer Ausweis nicht ganz so grimmig wirkt. Wie weit du die Mundwinkel dabei heben darfst, das zeigen wir dir gern.
Und ganz nebenbei: Viel länger als im Automaten dauert das biometrische Bild vom Profi nicht – bevor du dich versiehst, hältst du dein neues Passbild auch schon in der Hand. Komm einfach dienstags zwischen 10:00 und 13:00 Uhr oder zwischen 14:30 und 18:30 in unserem Studio in Undingen vorbei und überzeug dich selbst!

 

Bis zum 26. März 2019 kannst du dabei von unserer großen Passbild-Aktion profitieren und dir 20% Rabatt auf dein Set mit vier funkelnagelneuen (biometrischen) Passbildern sichern!

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Mrz
04
Hey, ihr Lieben!
Habt ihr unser neues Studio schon gesehen? Wir freuen uns wahnsinnig über unsere neuen Räume und finden, die sollten gebührend eingeweiht werden. Deshalb feiern wir unseren Umzug mit einer exklusiven Aktion:

Den ganzen Monat März über geben wir euch satte 20% Rabatt auf eure Passbilder.

So bekommt ihr ein Set mit vier funkelnagelneuen Passbildern für nur 10,00 €. Das Angebot läuft bis Dienstag, den 26. März 2019 und gilt natürlich auch für biometrische Bilder.
 

Warum du auf jeden Fall nachschauen solltest, ob du neue Passbilder brauchst?

Aus drei guten Gründen.
Erstens muss immer irgendein Ausweis neu gemacht werden. Wenn es nicht dein eigener ist, dann der deines Partners, deines Kindes, deiner besten Freundin oder deines Großvaters. Und wenn alle Personalausweise aktuell sind, dann gibt es ja auch noch den Führerschein, Schülerausweise und vieles mehr, wofür Passbilder gebraucht werden.
Zweitens kommt die Urlaubssaison immer schneller als man denkt. Wenn dich die Reiselust dieses Jahr ins Ausland zieht, brauchst du dafür einen aktuellen Reisepass. Damit du auch spontan verreisen und während der Hochsaison nicht unnötig Zeit auf einen neuen Pass verwenden musst, lohnt es sich, jetzt schon alle Unterlagen in Ordnung zu bringen.
Und drittens werden die Passbilder auch so schnell nicht schlecht. Biometrische Passbilder dürfen bis zu sechs Monate alt sein, wenn sie zum Einsatz kommen. Wenn du weißt, dass du Mitte des Jahres einen neuen Ausweis brauchst, kannst du jetzt schon von unserem Angebot profitieren, dir einen Reminder für das Einreichen der Formulare einrichten und dich dann guten Gewissens zurücklehnen. Wenn der Antrag abgeschickt werden muss, hast du alles vorrätig, was du dafür brauchst.
   
Also: Wer ist mit dabei bei unserer großen Passbild-Aktion? Wir freuen uns darauf, euch dienstags 10:00 bis 13:00 und 14:30 bis 18:30 Uhr für eure neuen Ausweise startklar zu machen!
Alles Liebe und bis bald!
Eure Jill
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Mrz
03
Hey, ihr Lieben!
Vielleicht habt ihr es in den vergangenen Tagen auf facebook verfolgt: Wir waren mächtig im Umzugsstress. Das Studio von Fotografie Jill Carstens ist aus dem Sonnenbühler Ortsteil Willmandingen in den Ortsteil Undingen umgezogen. In größere, hellere Räume – direkt neben der Post.

Was sagt ihr: Ist das nicht der Hammer?
Schaut euch nur mal diesen neuen Hintergrund an! Und das Lichtspiel dazu! Mein absolutes Lieblings-Feature ist außerdem, wie die Räume geschnitten sind: Dort, wo wir fotografieren, haben wir viel Licht und Platz – aber keine Fenster, durch die uns Passanten zuschauen. So können wir uns ganz entspannt den Foto-Sessions widmen.

Bis unser neues Studio fertig war, hatten wir aber einiges zu tun.
Ein ganzes Fotostudio einzupacken und von A nach B zu verschieben, das ist jedes Mal ein Abenteuer. Zuerst meint man ja immer, so viel gibt es da doch nicht umzuziehen. Man schaut sich den leeren Raum an und findet, dass das alles in allem doch recht wenige Kartons sind. Wenn man mal so bedenkt, was da alles drin steckt, sieht das extrem übersichtlich aus. Und Stunden später kommt dann unweigerlich der Punkt, an dem irgendjemand die drölfzigste Umzugskiste ins Auto schiebt und ächzt: „Wie viele Kartons kommen denn da noch?“
Dann hüstelt man verlegen, setzt eine neue Kanne Kaffee auf und hofft, dass niemand auf eine ehrliche Antwort („Viele.“) besteht. Auch weil die Kartons nur die halbe Miete sind, wenn es um den Umzug eines Fotostudios geht. Oder vielleicht sogar nur ein Drittel: Da kommen schließlich noch Regale, Hintergründe, Bänke, Stühle und das ganzen Büro dazu ...

Wir haben tapfer geräumt, geschleppt, gebaut und geschrubbt – und liebe Güte, das Ergebnis haut mich jedes Mal wieder von den Füßen.
Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren unermüdlichen Umzugshelferinnen und -helfern bedanken.
Von Kamera bis Kulissen habt ihr alles Mögliche aus unserem alten Studio in Willmandingen auf den Anhänger und von dort ins neue Studio in Undingen verfrachtet. Ihr habt gestrichen, geschreinert und manchmal - da schwöre ich Stein und Bein - auch einfach gezaubert, wenn gerade niemand hingeschaut hat.
Ohne euch wäre das Studio nicht so toll geworden.
Danke euch allen für euren Einsatz.
Ganz besonderer Dank geht dabei an die Zimmerei Flamm. Lieber Marcel: Von den Regalen bis hin zu unserer neuen Hintergrundwand hast Du unserem Studio nicht nur Praktisches, sondern auch viel Flair eingehaucht. Vielen Dank für Deine Hilfe.
Wollt ihr sehen, wie das fertige Studio live und in Farbe aussieht? Dann schaut doch einfach ab Dienstag, den 5. März 2019 mal bei uns vorbei - ab da trefft ihr uns zu den gewohnten Öffnungszeiten in unseren neuen Räumen an.
Ich freu mich auf euch!
Eure Jill
 
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Jill Carstens // Poststraße 15 // 72820 Sonnenbühl // Tel: 07128 - 380 34 87 // Handy: 0160 - 977 11 607