Mai
20
Im Verlauf eines Jahres kommen so viele schöne Bilder zustande, dass wir es schade finden, wenn wir auf unserer Homepage immer nur eine Handvoll auf einmal präsentieren können. Deshalb wollen wir euch in der Rubrik „Motiv des Monats“ jeden Monat ein Bild vorstellen, das uns in den vergangenen Wochen besonders gut gefallen hat, und euch die Geschichte dahinter erzählen.
Mein Motiv des Monats Mai stammt aus einer Serie, die ich im katholischen Kindergarten in Engstingen aufgenommen habe. Passend zu unserem Monatsschwerpunkt, der Kinder-Fotografie, war ich in den letzten Wochen in zahlreichen Kindergärten zu Gast. Für die Kindergartenfotos 2019 haben wir uns dabei für eine Kulisse im Vintage-Stil entschieden: Die alten Milchkannen, dazu frischer Blumenschmuck und üppiges Frühlingsgrün im Hintergrund … einfach zuckersüß, wenn die Kleinen da mittendrin sitzen und einen frech angrinsen!
 
Die Kindergartenshootings haben mir auch dieses Jahr unheimlichen Spaß gemacht. Die Kinder haben sich prächtig amüsiert, ich hatte meine helle Freude daran – und ich finde, das merkt man den Fotos auf ganzer Linie an.
Habt dem Regenwetter zum Trotz einen zauberhaften Mai, ihr Lieben!
Eure Jill
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Mai
12
Hey, ihr Lieben! Vielleicht habt ihr es schon im Schaufenster unseres Studios gesehen: Im Wonnemonat Mai dreht sich bei uns alles um Kinder und Teens.
Für mich als Fotografin ist es immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis, wenn ich sehe, wie die Kleinen langsam groß werden. Wenn ich ein Kind zum ersten Mal im Kindergarten fotografiert habe und es dann mit einer frechen Zahnlücke und einer riesengroßen Schultüte bei seiner Einschulung wieder treffe: Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Und wenn ich nur dran denke, dass ich manche Teenies eben erst bei ihrer Konfirmation fotografiert habe – schwupps, schon sitzen sie gefühlte drei Tage später wieder bei mir im Studio, weil sie biometrische Passbilder für den Führerschein brauchen!
Vom Neugeborenen-Shooting über Kindergarten- und Schulfotografie bis hin zur Einzelshootings und Familienbildern bieten wir euch ein breites Spektrum an Foto-Optionen für die Kleinen und Fast-Schon-Großen an. Welche das sind und warum ich bei Kindergartenfotos eine ganz besondere Methode verwende, um den Kindern ihr schönstes Lachen zu entlocken, das möchte ich euch heute zeigen.

Kinder-Fotos im Studio

Vom Neugeborenen bis zum Schulkind: Jedes Alter hat seinen ganz eigenen Charme und bietet ganz eigene Gelegenheiten, Kinderheits-Erinnerungen festzuhalten, die der ganzen Familie noch Jahre später ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Wenn da ein Baby, das gerade Laufen gelernt hat, durchs Studio düst, dass der Windelpopo nur so wackelt: Zum Knutschen! Oder Geschwisterkinder, die miteinander, mit ihren Eltern oder mit einem geliebten Haustier kuscheln und herumalbern … Einzelportraits für die Kleinen können wir im Shooting mit Geschwister-Fotos oder Familienbildern kombinieren. So entstehen ganz unterschiedliche Dynamiken und traumhafte Fotoserien fürs Familienalbum.

Foto-Shootings für Teenager

Je älter die Kinder werden, desto mehr Freude haben sie an einem Fotoshooting, bei dem sie selbst mitreden können. Spätestens im Konfirmationsalter ist es einfach viel cooler, wenn die Eltern bei Einzelshootings nicht mehr dabei sind. Insbesondere Teenager genießen dann oft die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen ausprobieren zu können. Für die Dauer eines Fotoshootings der Star zu sein – ob allein, mit dem besten Kumpel, der besten Freundin oder gleich mit der ganzen Clique –, das ist für viele Teenies übrigens auch eine tolle Überraschung zum Geburtstag.
Foto-Shootings für Kinder und Teenager müssen natürlich nicht unbedingt im Studio stattfinden. Wenn das Wetter mitspielt, können wir auch in der freien Natur fotografieren. Gerade im Sommer können wir vom Kinder-Planschbecken im Garten über Spielplätze bis hin zu den Orten, an denen die Kids am liebsten ihre Freizeit verbringen, alle möglichen Locations nutzen.

Kindergartenfotografie und Einschulungsbilder

Viele Kinder in und um Sonnenbühl herum erkennen mich inzwischen bei ihrer Einschulung wieder – weil wir uns schon vor ein, zwei Jahren im Kindergarten kennengelernt haben. Neben den Fotos vom Schulbeginn übernehme ich nämlich auch gern und oft die Kindergartenfotografie. Dafür klemme ich mir mein Foto-Equipment unter den einen und einen Assistenten unter den anderen Arm und komme vormittags in den Kindergarten. Bei Foto-Shootings im Kindergarten erstelle ich für jedes Kind nicht nur ein einzelnes Portrait, sondern eine individuelle Serie von drei bis vier Motiven. So können die Eltern je nach Mappen-Format diejenigen Bilder auswählen, die ihnen am besten gefallen. Und bei der Einschulung darf neben Einzelbildern mit Schulranzen und Schultüte natürlich auch das allererste gemeinsame Klassenfoto nicht fehlen!
   

Entspannte Atmosphäre: Das A und O der Fotografie im Kindergarten

Wann immer ich Kindergartenkinder fotografiere, bringe ich zum Shooting eine Assistentin mit. In diesem Punkt unterscheidet sich mein Vorgehen in der Kindergartenfotografie grundlegend von dem anderer Fotografen. Und das aus gutem Grund: Jedes Kind hat schließlich mal einen schlechten Tag – und es findet auch nicht jedes Kind alle Erwachsenen auf Anhieb sympathisch. Und das ist doch auch voll okay, oder? Geht uns Erwachsenen im Alltag doch auch nicht anders.
Deshalb bringe ich immer eine Helferin mit. Wenn mal ein Kind ein bisschen quengelig sein sollte, kann eine von uns fotografieren und die andere die Stimmung aufhellen. Und sollte ein Kind mich nicht so toll finden, dann kommt meine Begleiterin besser an und wir tauschen einfach die Rollen. So sorgen wir für eine entspannte Atmosphäre, in der sich die Kinder wohl fühlen und ihr schönstes Lachen zeigen können.
Wenn in einem Kindergarten viele Kinder sind, komme ich auch lieber noch einen zweiten Vormittag vorbei, anstatt alle an einem Tag zu fotografieren. Zeitdruck stresst alle Beteiligten nur – und wenn ich mich auf für jedes Kind individuell einlassen kann, werden die Fotos einfach viel, viel schöner.
Und dann machen wir natürlich auch Fotos zu Kommunion und Konfirmation. Das ist aber ein ganz eigenes, spannendes Thema – davon erzähle ich euch bei Gelegenheit in einem eigenen Artikel. Jetzt geht es nämlich erst einmal wieder hinter die Kamera und ab zum nächsten Shooting.
Bis bald, ihr Lieben – wir lesen uns! :) Eure Jill
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Mai
06
Hey, ihr Lieben!
Schnappt euch eure Smartphones, heute schauen wir uns ein Thema an, um das mich einige von euch gebeten haben: Das perfekte Selfie! Klar, die meisten von uns wollen keine hauptberuflichen Influencer werden. Aber so ein schickes Selfie peppt ja nicht nur die Instagram-Timeline auf. Ein schmeichelhaftes Selbstportrait gibt auch unserem Selbstbewusstsein einen kleinen Boost, den wir im Alltagsstress gut gebrauchen können. Also ran an die Frontkamera und los gehtʼs!

3 Tipps für deine schönsten Selfies

Seien wir also ehrlich: Wenn schon Selfie, dann bitte auch ein richtig gutes. Manche Smartphone-Kameras verfügen aus diesem Grund sogar über einen speziellen „Selfie-Modus“, der die Aufnahme erleichtern soll. Von all den Filtern, mit denen wir die Farbgebung anpassen und allerlei Effekte über unsere Bilder legen, ganz zu schweigen!
Um ein richtig tolles Bild von dir zu machen, musst du aber weder in ein teures Handy noch in besondere Bildbearbeitungs-Apps investieren. Alles, was du brauchst, ist gutes Licht, der richtige Winkel und ein bisschen freier Speicherplatz.

1) Natürliches Licht schmeichelt deinem Gesicht.

Für richtig gute Selfies solltest du zuallererst den Blitz ausstellen. Je greller das Licht, desto stärker werden die Schatten, die in deinem Gesicht entstehen. Und gerade diese Schatten sind es, die unsere Gesichtszüge auf manchen Selfies so ungewohnt und unsere Haut durch den starken Kontrast sehr blass aussehen lassen.
Wenn du also nicht gerade den Schneewittchen-Look anstrebst, solltest du daher auf natürliches Licht setzen. Dreh das Gesicht zum Licht hin, pass aber auf, dass du dich nicht zu nah an deiner Lichtquelle befindest. Die perfekte Lichtquelle ist immer ein, zwei Schritte von dir entfernt.
Natürlich kannst du aber auch mit Kunstlicht arbeiten! Sanftes gelbes Licht lässt deine Haut dabei natürlicher wirken als weißes. Hast du Butterbrotpapier zur Hand, kannst du damit die Beleuchtung auch ein wenig dimmen. Außerdem kannst du flexible kleine Lampen – beispielsweise Schreibtischlampen – dazu nutzen, die Beleuchtung durch die Deckenlampe gleichmäßiger zu gestalten. Stell die kleine Lampe dazu vor dich und richte das Licht auf dein Gesicht.

Die besten Selfies macht in meiner Familie eindeutig meine Schwester - oder Dackel Oskar. Ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

2) Halte die Kamera hoch und ein wenig zur Seite.

Wenn du ein Selfie machst, hältst du das Smartphone zwischen der Lichtquelle und deinem Gesicht. Dabei solltest du die Kamera immer ein klein wenig höher halten – mindestens sollte sie höher als Nasenspitze sein. Dieser Winkel lässt die Augen größer und das Kinn kleiner wirken. Außerdem reckst du so ganz automatisch ein wenig den Hals. Dadurch wirkt dein Gesicht insgesamt schmaler.
Schiebst du dann noch die Kamera ein bisschen zur Seite, bringst du mehr Dynamik in die Bildkomposition. Ein direkt von vorn aufgenommenes Foto erinnert schnell an ein Passbild. Von der Seite aufgenommen, wirkt das Bild gleich viel natürlicher. Damit meine ich auch nicht unbedingt das Profil. Ein Stückchen links oder rechts reicht schon!
Das ist dann auch der Moment, in dem sich ein Selfie-Stick lohnen kann. Ja, die Dinger sehen ziemlich dämlich aus. Aber durch sie können wir die Kamera nach oben und zur Seite bringen – und das macht es leichter, den perfekten Winkel zu finden.
 

3) Mach nicht nur ein Foto, mach mindestens ein Dutzend.

Wenn du mit dem Handy Fotos machst, kann es sein, dass deine Hand ein bisschen zittert – insbesondere dann, wenn du den Arm gerade von dir und nach oben streckst, um den richtigen Winkel zu finden. Um sicher zu gehen, dass du am Ende nicht nur ein verwackeltes Foto bekommst, würde ich dir raten, in jeder Session mehrere Bilder zu machen. Aussortieren kannst du anschließend immer noch.
Und vor allem: Nimm die ganze Sache nicht so ernst. Spiel ein bisschen mit den Winkeln und dem Licht, albere herum und probiere neue Posen aus. Die schönsten Selfies sind schließlich die, die spontan und wild entstehen. Die, auf denen man sieht, dass du Spaß hattest.
 
Bis bald, ihr Lieben - ich freu' mich auf viele neue Selfies in euren Facebook- und Instagram-Timelines! :)
Eure Jill
 
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Apr
29

Was die ideale Kamera wirklich können muss

Hey, ihr Lieben!
Im dritten Teil unserer Reihe rund um die Suche nach der idealen Kamera wollen wir jetzt ins Detail gehen. Heute schauen wir uns die Eigenschaften an, auf die wir bei der Auswahl des konkreten Kamera-Modells besonderen Wert legen sollten. Daraus erstellen wir eine handliche Checkliste, mit der ihr euch auf den Besuch beim Elektronik-Fachhändler eures Vertrauens vorbereiten könnt.

Größe und Gewicht

Der erste Punkt, den ich gern ansprechen würde, scheint auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen trivial, ist es aber keineswegs. Größe und Gewicht der Kamera tragen nämlich maßgeblich dazu bei, dass du deine Kamera gern oder ungern zur Hand nimmst. Also stell dir immer die Frage, ob das Modell, das dich interessiert, gut in der Hand liegt. Kannst du die Kamera auch ohne Stativ über einen längeren Zeitraum entspannt halten? Wichtig ist, dass du ein Modell findest, das zur Größe deiner Hände passt.

Megapixel

Ja, die Zahl der Megapixel wirkt sich auf die Bildqualität aus – vor allem dann, wenn du deine Bilder in großen Formaten ausdrucken oder kleine Ausschnitte vergrößert wiedergeben willst. Das absolute Maximum brauchst du deshalb aber keineswegs, um wirklich gute Fotos zu machen. Wenn du deine Bilder beispielsweise auf Postkartengröße oder bis auf DIN A4 drucken willst, kannst du auch mit rund 10 Megapixel auskommen, ohne dass die Schärfe der Bilder darunter leidet.

Der Sensor

Wichtiger als die Zahl der Megapixel ist für die Bildqualität die Größe des Sensors. Dank moderner Technik können auch kleine Sensoren sehr stark sein. Allerdings arbeitet der Sensor immer im Verbund mit dem Objektiv. Schwächelt das Objektiv, kann auch der stärkste Sensor das nicht vollständig ausgleichen. Und da kleine Sensoren meist in Kameras zu finden sind, die auch über fest verbaute Objektive verfügen, etwa in Smartphone- oder Kompaktkameras, bedeutet das gewöhnlich Bilder, die in kleinen Formaten gut aussehen, in großen Drucken aber an Farbkraft und Schärfe verlieren. Je größer du deine Bilder schlussendlich sehen willst, desto mehr Wert solltest du also auf einen größeren Sensor und ein angemessen starkes Objektiv legen.
Soll der Hintergrund verschwommen oder das Bild gleichmäßig scharf sein?
Ein kleiner Tipp dazu: Wenn du Portraits aufnehmen willst, ist ein wirklich großer Sensor toll, da du damit den Hintergrund verschwommen und die Person gestochen scharf aufnehmen kannst. Das lässt das Bild dynamisch wirken und lenkt vor allem den Blick auf dein eigentliches Motiv. Soll hingegen die ganze Aufnahme scharf gestellt sein, etwa für Produkt- oder Food-Fotografie oder auch für Bilder von sehr kleinen Motiven, dann bist du mit einem mittleren Sensor besser beraten.

Das Objektiv

In den meisten Kamera-Typen ist das Objektiv fest verbaut. Auch bei fixen Objektiven sind jedoch zwei Faktoren zu beachten: Die Brennweite und die Blendenöffnung. Die Brennweite bestimmt, wie nah du an dein Motiv heranzoomen kannst. Neben den bekannten Zoom-Objektiven gibt es auch Objektive mit sogenannter Festbrennweite. Diese kannst du nicht verstellen, sodass du die Kamera – und damit dich selbst – bewegen musst, um dein Bild scharf zu stellen. Das Objektiv bestimmt außerdem auch darüber, wie gut deine Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen werden. Achte hierfür auf die maximale Blendenöffnung. Sie wird mit einem Wert wie f/3.5 angegeben. Die Zahl hinter dem F sagt dir, wie lichtstark das Objektiv ist: Sie sollte nämlich möglichst klein sein.

Die Geschwindigkeit des Autofok

Mehr als eine halbe Sekunde sollte zwischen dem Drücken des Auslösers über das Scharfstellen bis hin zur Aufnahme nicht vergehen – sonst werden Aufnahmen von bewegten Motiven häufig unscharf. Möchtest du dich auf Food-, Immobilien- oder Landschaftsfotografie spezialisieren, fällt dieser Faktor weitaus weniger ins Gewicht als beispielsweise für Portraits, Wetter- oder Tieraufnahmen. Je unberechenbarer deine Motive sind, desto schneller muss auch deine Kamera reagieren können.
Je schneller und lebhafter das Motiv, desto schneller muss auch der Autofokus der Kamera sein, um es einzufangen!

Deine Checkliste für den Kauf eines Fotoapparats

Auf jeden Fall sollten wir immer die folgenden Faktoren im Blick behalten:
  • Der richtige Kamera-Typ bestimmt sich anhand unserer Erfahrung, Ziele und Motive.
    • Die Spiegelreflexkamera ist eine langfristige Investition, die sich erst mit passendem Know-How all ihre Optionen entlocken lässt.
    • Die Systemkamera ist die „kleine Schwester“ der Spiegelreflex, leichter zu tragen und auch leichter handhabbar – dafür ein bisschen langsamer.
    • Die Bridge-Kamera ist ein vielseitiges Modell für Fortgeschrittene und bringt einen starken Zoom mit.
    • Die Kompaktkamera ist klein, leicht und so immer dabei – perfekt für Einsteiger und alle, die nur hin und wieder ein paar schöne Erinnerungsbilder aufnehmen wollen.
  • Größe und Gewicht sollten möglichst gering sein, damit du die Kamera gern zur Hand nimmst.
  • Die Geschwindigkeit des Autofokus sollte für bewegte Motive bei max. 0,5 Sekunden liegen.
  • Die Zahl der Megapixel muss nur dann hoch sein, wenn wir unsere Bilder großformatig drucken wollen.
  • Ein großer Sensor lohnt sich vor allem für Portraits und andere Bilder, bei denen wir mit unscharfen Hintergründen spielen können.
  • Ein mittlerer Sensor macht es leichter, das Bild gleichmäßig scharf zu stellen.
  • Die Brennweite des Objektivs bestimmt darüber, wie nah wir an unser Motiv heranzoomen können (Zoom-Objektiv) bzw. wie weit wir uns ihm nähern müssen, um ein scharfes Bild zu bekommen (Festbrennweiten-Objektiv)
  • Die Blendenstärke des Objektivs sorgt für scharfe Bilder bei schlechtem Licht. Sie sollte bei f/3.5 oder niedriger liegen.
  • Das Auswählen verschiedener Objektive wird aber erst bei einer Spiegelreflex- oder Systemkamera relevant.
Wenig Licht ist eine Herausforderung für jede Kamera. Achte also darauf, wie lichtstark dein Objektiv ist!
 

Das beste Modell ist immer ein Kompromiss

Wenn ich mir eine perfekte Kamera wünschen dürfte, dann wäre sie eine Spiegelreflexkamera, leicht und handlich, schnell, speicherstark und mit einer optimalen Kombination von Sensor und wechselnden Objektiven ausgestattet. Aus Erfahrung weiß ich allerdings auch, dass ich diese Kamera so schnell nicht finden werde, weil sich meine Wünsche teils gegenseitig ausschließen. Klar: Leicht wäre toll, aber wenn ich eine Spiegelreflexkamera haben will, dann muss ich damit rechnen, dass ihr mechanisches Innenleben auch ein gewisses Gewicht mitbringt.
Aus genau diesem Grund sollten wir nicht nach der perfekten Kamera suchen, sondern nach dem Modell, das den Ansprüchen gerecht wird, die uns am wichtigsten sind. Vielleicht bedeutet das, dass wir am Ende eine etwas schwerere Kamera mit uns herumtragen. Oder wir müssen öfter zwischen mehreren Objektiven hin und her wechseln, um alle Reichweiten abzudecken. Aber wenn wir wissen, bei welchen Punkte auf unserer Checkliste wir am ehesten bereit sind, zu verhandeln, dann haben wir eine weitaus größere Produktpalette zur Auswahl – und das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern eröffnet uns auch größeren kreativen Spielraum.
Hast du beschlossen, auf eine Spiegelreflexkamera umzusteigen? Oder fotografierst du schon länger mit diesem anspruchsvollen Modell und fragst dich, wie du das meiste aus deiner Kamera herausholst? Schon bald gibt es wieder Einsteigerkurse für den Umgang mit der Spiegelreflex-Kamera. Ich zeige dir gern, wie du die besonderen Funktionen deines Kamera-Modells nutzt, um spannende neue Effekte zu erzeugen.
Also, ihr Lieben: Ab an die Kamera – und bis bald!
Eure Jill
1
Apr
22
Im Verlauf eines Jahres kommen so viele schöne Bilder zustande, dass wir es schade finden, wenn wir auf unserer Homepage immer nur eine Handvoll auf einmal präsentieren können. Deshalb wollen wir euch in der Rubrik „Motiv des Monats“ jeden Monat ein Bild vorstellen, das uns in den vergangenen Wochen besonders gut gefallen hat, und euch die Geschichte dahinter erzählen.
Passend zum sonnigen Osterfest dieses Jahr haben wir ein zauberhaftes Motiv des Monats April 2019 für euch ausgesucht: Hier seht ihr Zwergdackel Rosalie und ihr Frauchen. Diese Aufnahme gefällt mir nicht nur deshalb so gut, weil die beiden Hübschen so ein tolles Duo sind, sondern auch aufgrund der Bildkomposition. Die Kombination der weißen Blüten mit der Unschärfe erzeugt eine helle, sanfte Lichtstimmung, so richtig frühlingshaft und zart. Wenn ich das Bild nur anschaue, kann ich die das frische Grün der Blätter und den Duft der Obstblüten riechen – und Rosalies riesengroße Kulleraugen kommen dadurch auch noch einmal viel schöner zur Geltung.
 
Ob ihr Ostern feiert oder nicht: Ich hoffe, ihr verbringt die freien Tage im Kreis eurer Lieben, seien sie Familie, Freunde oder eure tierischen Weggefährten. Genießt gemeinsam das sonnige Wetter, gönnt euch ein richtig gutes Essen, führt tolle Gespräche – und lasst es euch nach allen Regeln der Kunst gut gehen.
Ein entspanntes Fest wünscht euch
eure Jill
0
Apr
15
Hey, ihr Lieben!
Vor zwei Wochen habe ich den ersten Teil meines Lebenswegs mit euch geteilt. Ich wollte euch erzählen, wie ich überhaupt zur Fotografie gekommen bin, was ich gelernt habe und wo. Und was soll ich sagen, Leute: Eure Reaktionen auf meine Geschichte, die waren der Hammer! So viel „Moin!“ aus dem Norden, so viele liebe Grüße aus dem Süden – ich hab mich wahnsinnig gefreut, von euch allen zu hören und zu lesen! Und wenn ich mir die Kommentare und lieben Nachrichten anschaue, die mich seitdem erreicht haben, dann scheine ich ja in echt guter Gesellschaft zu sein: Viele von euch hat das Leben einmal quer durch Deutschland geführt.
Heute möchte ich euch den zweiten Teil meiner Geschichte erzählen: Den, in dem es mich in den Süden der Bundesrepublik verschlägt …

Wie Familienbande das Nordlicht in den Süden ziehen

Zuallererst muss ich mal ganz kurz festhalten, dass der Weg von Sylt nach Sonnenbühl für mich gar nicht so weit war wie ihr jetzt vielleicht denkt: Ich habe hier nämlich entfernte Verwandte. 2009 haben wir dann groß angelegtes Familientreffen organisiert und bei dieser Feier habe ich den in Süddeutschland lebenden Teil meiner Familie zum ersten Mal bewusst kennengelernt. Da war sofort eine Verbindung da. Meine Familie ist mir insgesamt extrem wichtig – fragt nur mal meine Schwester Jonne, die es inzwischen auch auf die Alb verschlagen hat! Und mit den Sonnenbühlern hat es einfach sofort geklickt. Sie haben mich zu sich eingeladen und ich hab auch gleich Ende September meinen Koffer gepackt und bin runtergeflogen. Das waren meine ersten zwei Wochen auf der Schwäbischen Alb – ein Urlaub bei der Familie, der mir total gut gefallen hat.
Ich hab mich damals auf den allerersten Blick in die Landschaft verliebt. Ich meine, wenn man das mal vergleicht: Ich war den Norden gewohnt, Küste, Dünen und das Watt. Im Kontrast dazu war die Alb im Spätsommer ein echt exotisches Erlebnis. Die dichten Wälder, das Laub, das sich langsam bunt zu färben beginnt … das ist ein Schauspiel, das mich bis heute jedes Jahr auf ein Neues raus lockt. Als ich also zum ersten Mal im Süden war, da fasste ich den Beschluss, gleich im Januar wiederzukommen, mindestens für einen ganzen Monat. Ich wollte schauen, ob ich während dieser Zeit nicht hier im Süden ein Praktikum machen konnte. Reisen, meine Familie sehen und mich gleichzeitig weiterbilden. Das war echt ein Rundum-glücklich-Paket für mich.

Hier bleib ich!“

Genau so hat es dann auch geklappt: Ich habe einen Praktikumsplatz bekommen und kam Januar bis Anfang Februar wieder nach Sonnenbühl. Da stellte ich fest, dass es mir hier immer noch sehr gut gefiel. Also war es doch nicht nur das entspannte Urlaubsgefühl, das den Gedanken „hier möchte ich mehr Zeit verbringen!“ ausgelöst hatte. Das war irgendetwas … Stärkeres. Und wie das Leben so spielt, hatte da auch nicht nur der Verstand ein Wörtchen mitzureden, sondern auch das Herz. Während meiner Zeit hier im Süden hatte ich schließlich einen Mann kennengelernt, der mir mächtig den Kopf verdreht hatte. „Also“, sagte ich mir, „das passt doch alles ganz prima! Noch ein Grund, hier zu bleiben.“
2010 war deshalb das Jahr, in dem ich meinen Koffer nicht nur für ein paar Wochen gepackt habe. Ich bin mit Sack und Pack, mit Kamera und Stativ nach Sonnenbühl gezogen. Arbeit habe ich in einem Studio in Reutlingen gefunden. Für vier Wochen sollte es aber erst einmal nach Sylt in mein altes Studio zurückgehen – als Vertretung, damit die Chefs dort mal Urlaub machen konnten. Wieder mit der Kamera von Hochzeit zu Ferienwohnung zu Restaurant zu gehen, machte mir auch großen Spaß. Bis zu dem Punkt, an dem bei mir ein Aneurysma festgestellt wurde.

Leben ist, was passiert, während Jill eigentlich andere Pläne schmiedet

Für alle von euch, die von diesem Thema bisher verschont geblieben sind: Ein Aneurysma ist eine krankhafte Erweiterung einer Schlagader. Wenn die platzt, ist das in rund 80% aller Fälle tödlich. Und das wäre es auch bei mir fast gewesen. Das war, wenn ich so drüber nachdenke, eine echt krasse Zeit. Vor allem wenn ich überlege, dass ich trotz all dem, was da passiert ist, gerade einmal vier, viereinhalb Wochen im Krankenhaus lag. Kaum dass ich in die Reha durfte, kam ich wieder in den Süden zurück. Eigentlich hätte ich im Anschluss einen Job gehabt – in dem Studio in Reutlingen. Aber nach dem ganzen Trubel war ich noch lange nicht wieder auf den Beinen. Die Wiedereingliederung lief langsam – und war dann einfach erst einmal zu viel für mich. Ja, ich bin ein kleines Stehaufmännchen. Aber wenn ich eben erst dem Tod von der Schippe gesprungen bin, dann bin auch ich ein bisschen aus der Puste.
Also war es erst einmal nichts mit Arbeit im Studio. Ich war zuhause und … oh, Leute. War mir vielleicht langweilig! Nicht, dass ich mich nicht entspannen und mal gepflegt Urlaub machen kann. Aber mehrere Wochen zuhause, ganz ohne irgendetwas zu tun? Kein Mensch kann so oft staubsaugen und den Kühlschrank putzen, dass das nicht irgendwann schrecklich öde wird.

Wie sich die Selbstständigkeit in mein Leben schlich und beschloss zu bleiben

Wie ich so zuhause war und nach Möglichkeiten suchte, etwas Produktives zu unternehmen, ohne gleich so viel zu tun, dass ich dabei umkippe, fiel mir auf, dass wir ja einen Raum frei hatten. Ein Schelm, wer jetzt „Mini-Foto-Studio!“ denkt, nicht wahr? Also hab ich angefangen, da ein paar Pass- und Bewerbungsbilder zu machen. Der Schritt in die Selbstständigkeit war für mich kein großer, entschlossener Sprung, sondern ein langsames Anpirschen. Hier ein Passbild. Da ein Bewerbungsfoto. Nach und nach all meine Sachen in diesem Raum organisieren, das wichtigste Equipment zusammenkaufen und dann den ganzen Papierkram vom Finanzamt holen. „Nur mal so, nur zum Schauen …“ Und zack: Gewerbe angemeldet.
Was eigentlich mehr als Beschäftigungstherapie für Jill in Reha angefangen hatte, wuchs sich dann schnell zum vollständigen Gewerbe aus. Ich fing an, ein bisschen Werbung zu machen, und es sprach sich herum, dass es in Sonnenbühl-Willmandingen ein neues Foto-Studio gab. Mein Geschäft kam ins Laufen. Ein kleiner Raum war innerhalb kürzester Zeit nicht mehr genug. Also packte ich all meine Foto-Ausrüstung und zog damit in die Einliegerwohnung um. Und auch wenn der Weg, der mich dorthin geführt hatte, nicht der war, den ich mir gewünscht hätte: Das passte einfach. Ich hatte mein erstes eigenes Studio – ich war jetzt meine eigene Chefin und konnte in einer Geschwindigkeit arbeiten, die für meine Gesundheit okay war. Endlich konnte ich mich wieder hinter den Sucher klemmen und das tun, was mir Spaß macht.

Auf zu neuen Abenteuern!

Inzwischen bin ich sieben Jahre selbstständig. Sieben Jahre, in denen viel passiert ist. So ein Geschäft wächst und konsolodiert sich. Die Liebe kommt und geht. Erst Anfang dieses Jahres ist – wie ihr ja sicher gesehen habt – mein Studio aus den alten Räumen in ein neues Gebäude umgezogen. Und ich arbeite auch nicht mehr solo: inzwischen unterstützt mich Judith.
Nein, das Aneurysma hätte ich wirklich nicht gebraucht. Aber ob ich mich ohne diesen Einschnitt so schnell getraut hätte, mich selbstständig zu machen? Ob ich all die tollen Leute kennengelernt hätte, all die lieben Kunden, die treuen Geschäftspartner und den Handels- und Gewerbeverein Sonnenbühl e.V., dessen 1. Vorsitz ich letztes Jahr übernommen habe? Ob ich meinen heißgeliebten Dackel Oskar einfach mit zur Arbeit nehmen könnte, wenn ich heute noch Angestellte in einem Studio wäre?
Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine Ahnung.
Was ich weiß, ist aber, dass es mir da, wo ich jetzt bin, sehr gut gefällt.
Ja, das Aneurysma war ein heftiger Schlag.
Nein, ich kann immer noch nicht so arbeiten, wie ich gerne möchte. Ich brauche viele, viele Pausen und bin daher manchmal auch nicht zu den üblichen Öffnungszeiten im Studio anzutreffen – weil ich einfach einen Gang runterschalten muss.
Aber ich kann ehrlich sagen, dass ich all diese Veränderungen für mich angenommen habe.
Das ist mein Weg – und ich glaube fest daran, dass er genau so verlaufen musste, um mich an den Punkt zu bringen, an dem ich jetzt stehe.
Und das ist doch die Hauptsache, oder?
Damit schließt meine Geschichte. Oder eher: Sie schließt zum Hier und Jetzt auf. Das war mein bisheriger Weg, erst zur Kamera, dann zum eigenen Studio. Von der Küste auf die Insel und von dort aus auf die Schwäbische Alb. Mein Werdegang als Fotografin, als Wahl-Schwäbin und als Unternehmerin.

Zu erzählen gäbe es natürlich noch viel mehr. Schließlich passieren ständig so viele aufregende Sachen, dass ich mich echt zusammenreißen muss, um diesen Blog-Post hier zum Abschluss zu bringen. Deshalb kann ich euch versichern: Da kommt auch noch die eine oder andere Geschichte auf euch zu! :)

Aber jetzt erstmal weg von mir und hin zu euch: Viele von euch haben mir geschrieben, dass es auch sie von der Küste auf die Alb verschlagen hat – oder umgekehrt. Wie lief das bei euch? Wie seid ihr dort gelandet, wo ihr jetzt seid – und welche Schicksalsschläge haben euch, wenn ihr so im Nachhinein daran zurückdenkt, auf einen eigentlich guten Weg gebracht?
Ich würde mich sehr freuen, in den Kommentaren und auch auf Facebook von euch zu lesen.
Bleibt gesund, munter und vor allem mit Spaß bei dem, was ihr gut und gern macht!
Eure Jill
4
Apr
08

Spiegelreflex-, System-, Bridge- oder Kompaktkamera?

Hey, ihr Lieben!
Heute wollen wir uns dem zweiten Teil unserer Reihe über die Suche nach der perfekten Kamera zuwenden. In Teil 1 [noch nicht gelesen? Dann komm hier entlang!] haben wir uns ja schon die Frage danach gestellt, was wir als Fotografinnen und Fotografen so mitbringen - an Erfahrung, an Ideen und an Zielen. Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf grenzen wir jetzt die Auswahl weiter ein. Indem wir schon vor unserem Besuch im Fachmarkt oder in einem Online-Shop einen Kamera-Typ aussuchen, sorgen wir dafür, dass wir uns gar nicht erst von irgendeinem Angebot dazu verlocken lassen, das falsche Modell zu kaufen. Denn je nachdem, was wir vorhaben, kommen unterschiedliche Bauweisen infrage ...

1) Der Klassiker auf professionellem Niveau: Die Spiegelreflexkamera

Wer an qualitativ hochwertige Fotos denkt, der denkt meistens an eine Spiegelreflexkamera. Diese Form des Fotoapparats hat sich als bevorzugtes Werkzeug der Profis etabliert, weil sie bis heute die beste Bildqualität liefert. Wie der Name vermuten lässt, ist in der Spiegelreflexkamera ein Spiegel eingebaut. Dieser sorgt dafür, dass du im Sucher genau das siehst, was die Kamera aufnimmt. Vor allem aber sind in den meisten Spiegelreflexkameras große Sensoren verbaut. Da der Sensor die Qualität der Aufnahmen – vor allem bei schwachem Licht – maßgeblich beeinflusst, kann das ein ausschlaggebender Faktor sein, wenn du bspw. in der Dämmerung oder bei Nacht fotografieren möchtest. Außerdem kannst du das Objektiv einer Spiegelreflexkamera austauschen und so die ganze Kamera individuell auf deine Vorlieben beim Fotografieren einstellen.

Eine Spiegelreflexkamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du bereits ein bisschen Erfahrung hast und möglichst viele Aspekte selbst einstellen möchtest.
… du dich langfristig – privat oder beruflich – mit dem Thema Fotografie befassen wirst.
… du auch bei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren willst.
 

2) Die „kleine Schwester“ der Spiegelreflex: Die Systemkamera

Hast du schon einmal jemanden mit einer Kamera fotografieren gesehen, die eigentlich aussah wie eine Spiegelreflexkamera, beim Auslösen aber nicht das charakteristische „Klick“ des Spiegels von sich gab? Das war vermutlich eine spiegellose Systemkamera. Auch ihre Sensoren sind zumeist stark und auch das Objektiv der Systemkamera kannst du austauschen. Da er  nicht mit Spiegel arbeitet, ist dieser Typ zwar leichter als eine Spiegelreflexkamera - gleichzeitig ist die Systemkamera aber auch ein wenig langsamer beim Aufnehmen schneller Bildfolgen und im Autofokus.

Eine Systemkamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du schon schon ein wenig Erfahrung mit den individuelle Einstellungen jenseits des Autofokus hast.
… du Fotografie für dich ein intensiv betriebenes Hobby oder ein Teil deines Berufs ist.
… du eine preisgünstige Alternative zur Spiegelreflexkamera suchst.
   

3) Der Mittelweg zwischen Preis und Bildqualität: Die Bridge-Kamera

Auf halber Strecke zwischen Spiegelreflex- und Kompaktkamera findest du auch noch die sogenannten Bridge-Kameras. Wie schon ihr Name verrät, schlagen sie die Brücke zwischen den Eigenschaften beider Bauarten. Einerseits verfügen sie über einen recht starken Sensor – größer als der einer Kompaktkamera aber schwächer als der einer System- oder Spiegelreflexkamera. Anderseits haben sie nur ein einziges, fest montiertes Objektiv. Dieses ist jedoch gewöhnlich so zoomstark, dass das nicht so stark ins Gewicht fällt.
 

Eine Bridge-Kamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du noch nicht allzu viel Erfahrung im Fotografieren hast, deine Kenntnisse aber ausbauen willst.
… du für deine Aufnahmen eine starke Zoom-Funktion einsetzen möchtest.
… du eine vielseitige Kamera suchst, für die du keine zusätzlichen Objektive brauchst.

 

4) Das komfortable und günstige Anfängermodell: Die Kompaktkamera

Die kleinsten, flachsten und leichtesten Kameras auf dem Markt sind die sogenannten Kompaktkameras. Sie enthalten entsprechend kleine Sensoren, liefern dafür aber eine gute Bildqualität. Das Objektiv ist in diesen Kameras fest verbaut und verschwindet bei den meisten Modellen in ausgeschaltetem Zustand im Gehäuse. Mit großen Auflösungen und schnellen Bewegungen kommen diese Kameras nicht so gut zurecht. Dafür finden sich aber viele besonders einsteigerfreundliche Modelle mit vorprogrammierten Einstellungen für bestimmte Motive, etwa für Landschaften oder Portraits.

Eine Kompaktkamera ist eine gute Wahl, wenn …

… du dir noch nicht sicher bist, ob du langfristig bei der Fotografie bleiben willst.
… du am liebsten mit dem Autofokus und mit festen Einstellungen für bestimmte Motive arbeitest.
… du eine Kamera suchst, die leicht und schmal in jeder Tasche Platz findet.
Wenn wir unsere Vorauswahl getroffen haben, kann die Suche nach dem konkreten Modell beginnen - denn auch Kamera ein- und desselben Typs können sich in Sachen Ausstattung stark unterscheiden. Im dritten Teil des Artikels schauen wir uns deshalb an, auf welche Eigenschaften du bei der Auswahl des konkreten Modells besonderen Wert legen solltest.
Bis dann, ihr Lieben - wir lesen uns!
Eure Jill
 
0
Apr
02
Hey, ihr Lieben!
Es sind ja jetzt schon einige Jahre, die ich hier im Süden Baden-Württembergs lebe. Aber sobald ich den Mund aufmache, hört es jeder Schwabe sofort: „Die ist nicht von hier.“ Stimmt ja auch – ursprünglich komme ich vom anderen Ende Deutschlands. Und bevor ich hierher kam, war ich in Hamburg und Kiel, an der Ostsee und auf Sylt unterwegs. Eine Reise, die nicht nur mich als Person, sondern auch meine Art, die Welt zu sehen und zu fotografieren maßgeblich beeinflusst hat.
Was ich damit meine? Nun ja: Fotografiert habe ich schon immer. Was und wie, das hat sich im Lauf der Jahre allerdings verändert. Man lernt schließlich nie aus.
Aber fangen wir am besten ganz von vorn an.

Jill, die Kamera und das Wattenmeer

Geboren bin ich in Plön. Das ist eine Stadt in der Nähe von Kiel, in der Holsteinischen Schweiz. Wann ich zum ersten Mal eine Kamera in die Hand genommen habe, das kann ich nicht sicher sagen. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, klickte und blitzte es immer irgendwo. Das lag daran, dass mein Papa schon immer leidenschaftlich gern fotografiert und dieses Hobby gern mit seiner neugierigen kleinen Tochter geteilt hat. So durfte ich schon als Kind die Welt durch den Sucher entdecken. Das Gefühl der Spiegelreflexkamera in meinen Händen, das ist eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen. Mein Vater hat meine Begeisterung für Fotos immer gefördert, weil ich in seinen Augen ganz instinktiv viel richtig machte: Die kleine Jill schnappte sich – so haben es meine Eltern mir jedenfalls erzählt – die Kamera und hielt sie eben nicht quer, sondern gleich im Hochformat. Und das hat meinem Vater so gut gefallen, dass ich mit seiner Kamera fotografieren und sie auch mitnehmen durfte. Das war schon ein extrem cooles Gefühl, wenn ich als Jugendliche mit dieser Spiegelreflexkamera losziehen konnte.
Als ich dann meinen Realschulabschluss in der Tasche hatte, war ich mir aber noch nicht sicher, was ich beruflich machen wollte. Deshalb habe ich erst einmal ein Freiwilliges Ökologisches Jahr gemacht. Das war in Tönning, einer kleinen Stadt in Nordfriesland. Dort gibt es eine Jugendherbergemit einem „Umweltstudienplatz Nordseeküste“. Das bedeutet, dass dort ein modernes Wasserlabor zur Verfügung steht, von dem aus Umweltpädagogik betrieben wird. Ich hab von dort aus ganze Schulklassen durchs Watt gescheucht – was auch echt lustig war. Aber noch besser als Schüler, die hochkonzentriert nach Wattwürmern suchen, hat mir die Möglichkeit gefallen, mir die Kamera zu schnappen und selbst loszuziehen. Das Watt, das Meer, die Menschen: Überall waren Motive, die ich unbedingt festhalten wollte.
Und als sich dann das Freiwillige Ökologische Jahr dem Ende zuneigte und ich mich entscheiden musste, wie es weitergehen sollte … tja. Dann hab ich mich als Fotografin beworben. So kam ich nach Hamburg, als Azubi in einem kleinen Portraitstudio.

Von Lehrjahren, Laboren und Hunderten von Portraits

Wer denkt, dass in einem Portraitstudio ausschließlich mit Pass- und Bewerbungsbildern hantiert wird: Weit gefehlt! Als Portrait zählt jedes Foto, auf dem ein Gesicht abgebildet ist. Wie viel oder wenig dabei von der Person zu sehen ist, das kann variieren. Und übrigens können auch Tierfotos waschechte Portraits sein! Während meiner Ausbildungszeit in Hamburg kamen daher neben den obligatorischen Pass- und Bewerbungsbildern also auch Hochzeitsfotos, Familienportraits, Babybauch-Bilder und vieles mehr zusammen.
Wir waren in diesem Studio zu dritt: Die Chefin, mein Mitlehrling und ich. Wie wir alle wissen, sind „Lehrjahre keine Herrenjahre“, und klar: Die Ausbildung war nicht immer nur Spaß und Heiterkeit. Aber ich habe damals das Handwerk von der Pike auf gelernt. In dem Studio wurde noch analog fotografiert, weshalb ich auch heute noch im Schlaf Filme entwickeln kann. Wir hatten dort auch ein eigenes Schwarz-Weiß-Labor, in dem die Chefin in jeder Mittagspause gewerkelt hat. Da war ich oft mit von der Partie. Wenn ich nur daran denke, dass zu der Zeit noch im Labor geraucht wurde … links die Chemiebäder, rechts die rauchenden Kollegen. Da wird es mir schummrig, wenn ich nur dran denke! Heute unvorstellbar, so etwas. Aber für dieses Labor war das Studio in der ganzen Stadt bekannt. Lange Zeit waren nämlich für Bewerbungen stilvolle Schwarz-Weiß-Bilder üblich. Die konnte aber längst nicht jeder Fotograf entwickeln. Wer also professionelle schwarz-weiße Bewerbungsfotos wollte, der kam zu uns – aus dem Stadtgebiet und auch aus dem Umland. Hin und wieder kamen sogar die großen Hamburger Museen, wenn sie entsprechende Abzüge brauchten.
Auch wenn wir erst gegen meiner Ausbildung auf digitale Fotografie umgestiegen sind, gelten die Grundlagen, die ich als Azubi in Hamburg gelernt habe, bis heute. Am harmonischen Aufbau eines Bilder, am richtigen Zeitpunkt für die Aufnahme und an all diesen Aspekten, die aus einem guten ein sehr gutes Foto machen, hat sich schließlich nichts geändert.

Von der Ostsee bis nach Sylt

Nach Abschluss meiner Lehre bin ich nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt, und zwar nach Kiel. Dort habe ich anderthalb Jahre lang in einem Portraitstudio gearbeitet. Neben einem Labor verfügte dieses Studio auch über einen eigenen Fotomarkt. Die beste Gelegenheit, alles Mögliche über technische Neuerungen und über verschiedene Kameramodelle und -hersteller zu lernen, das kann ich euch sagen! Auch hier habe ich aber vor allem im Labor gearbeitet. Da kannte ich mich einfach bestens aus – und das hat mich auch zu meinem nächsten Job gebracht. An der Ostsee, in Bad Malente, war ich als Leiterin eines Portraitstudios angestellt, das ebenfalls ein eigenes Labor hatte. Klein aber fein.
Von dort aus ging ich schließlich nach Sylt. Und mit einem Mal veränderten sich meine Schwerpunkte im Tagesgeschäft vollkommen. Hatte ich vorher vor allem im Studio und im Labor gearbeitet, war ich jetzt plötzlich pausenlos draußen unterwegs. Wind und Wetter, Strand, Düne und nasse Zehen: Das erinnerte mich richtig an meine Streifzüge während des Freiwilligen Ökologischen Jahrs. Natürlich kam auch hier die Studio- und Laborarbeit nicht zu kurz – Portraits sind immer gefragt und die Bilder entwickeln sich auch nicht von allein. Aber Sylt zählt nun einmal zu den beliebtesten Hochzeits-Locations in Deutschland. Geheiratet wird da natürlich am liebsten am Strand, direkt am Meer. Und wenn das Wetter mitspielt, wird auch draußen gefeiert. In meinen zwei Jahren auf Sylt habe ich mehr als 300 Hochzeiten begleitet.
Neu für mich war auch, dass hier viel Architektur-Fotografie betrieben wurde. Die zahlreichen Ferienwohnungen und -häuser auf der Insel werden in Katalogen und im Internet beworben. Und dafür braucht es Bilder, in die sich Urlauber auf den ersten Blick verlieben. Neben viel, viel Erfahrung als Hochzeitsfotografin konnte ich mir also auch große Routine in Sachen Immobilien-Fotografie aneignen. Oh, und das Essen! Für die Restaurants auf Sylt haben wir auch Fotos für Speisekarten und Werbung gemacht. Diese Menüs waren auch immer ein Anblick, bei dem einem das Wasser im Mund zusammenlief. Den Reiz der Food-Fotografie kann ich seitdem sehr gut verstehen: Ein gutes Foto von einem tollen Gericht lässt mich das Essen schon fast schmecken.
Aber auch meine Zeit in Sylt ging irgendwann zuende. Ihr folgte ein denkbar drastischer Ortswechsel: Einmal quer durch die Bundesrepublik ging es nach Baden-Württemberg. Weil aber auch das eine ziemlich lange Geschichte ist, eine Geschichte von der Liebe, von Selbständigkeit und Rauhaardackeln, erzähle ich sie euch das nächste Mal :)

Wir lesen uns!

Eure Jill

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Mrz
25

Teil 1 von 3: Warum die perfekte Kamera etwas ganz Individuelles ist

„Welche Kamera ist eigentlich die richtige?“
In meinen Kursen wird diese Frage oft gestellt, und auch auf unseren Foto-Spazigergängen und im Studio sprechen wir oft darüber. Ich würde ja behaupten, dass das eine der schwierigsten Fragen zum Thema Fotografie ist. Eine einfache Antwort darauf gibt es nämlich nicht. Die perfekte Kamera ist etwas ganz Individuelles: Sie muss zum Fotografen bzw. zur Fotografin und zum Motiv passen. Vom Budget ganz zu schweigen!
Für die Bildqualität und auch für die Freude am Fotografieren ist die richtige Kamera allerdings von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund haben wir eine dreiteilige Reihe von Artikeln für euch zusammengestellt, in der wir und der Suche nach dem passenden Modell widmen.
Beginnen wollen wir unsere Suche nach der perfekten Kamera bei euch: Bei den Fotografinnen und Fotografen.
   

Zu was muss die Kamera passen?

Kameras und Zubehör gibt es in ganz unterschiedlichen Preisklassen: Du kannst deine Kamera einzeln kaufen oder gleich im Paket mit Equipment wie verschiedenen Objektiven, einem Stativ usw. Allerdings braucht nicht jeder und jede dieselbe Ausrüstung. Wenn du dich beispielsweise für Portrait- und Tierfotografie interessierst, solltest Du auf andere Faktoren achten als für Landschaftsaufnahmen und Food-Fotografie.
Um dich nicht zum Kauf einer allzu teuren Kamera und zur Anschaffung von Zubehör verleiten zu lassen, das später doch nur Staub sammelt, solltest du daher die Auswahl zuallererst eingrenzen. Um dir eine Vorstellung von dem zu verschaffen, was du suchst, brauchst du drei Informationen über dich als Mensch hinter der Kamera:
1. Wie gut kennst du dich aus? Hast du schon ein wenig Fotografie-Erfahrung oder stehst du noch ganz am Anfang deiner Foto-Karriere? Benutzt du lieber den Autozoom und Voreinstellungen für bestimmte Aufnahme-Modi oder stellst du deine Kamera manuell ein?
2. Welche Motive willst du fotografieren? Hast du eine eindeutige Präferenz oder willst du eher viele verschiedene Motive ausprobieren? Besonders wichtig ist hierbei, ob du zu bewegten oder zu statischen Motiven neigst, und ob du sie in einer hellen oder in einer eher schwach beleuchteten Umgebung fotografieren willst. Stadtszenen bei Nacht erfordern eine andere Kamera als beispielsweise das Fotografieren von Immobilien und Kunstwerken bei Tag.
3. Wann und wie intensiv beschäftigst du dich mit dem Thema Fotografie? Willst du nur ab und zu – beispielsweise im Urlaub und zu feierlichen Anlässen – ein paar schöne Schnappschüsse aufnehmen oder die Fotografie doch eher zu einem langfristigen Hobby machen? Muss deine Kamera leicht und kompakt ins Gepäck passen, oder stört es dich nicht, dein Equipment mit dir herumzutragen?
   
Hast du diese Fragen ehrlich beantwortet, bist du schon einen großen Schritt näher an der Kamera deiner Träume. Mit deinen Antworten im Hinterkopf kannst du nämlich herausfinden, welche der verschiedenen Kamera-Bauarten am besten zu dir, deiner Erfahrung und deinen Zielen passt.
In Teil 2 unserer Reihe schauen wir uns deshalb als nächstes an, welche Kamera-Typen es gibt, wie sie sich voneinander unterscheiden – und wer an welcher Form die meiste Freude hat.
Wir lesen uns – bis bald, ihr Lieben!
Eure Jill
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Mrz
18
Im Verlauf eines Jahres kommen so viele schöne Bilder zustande, dass wir es schade finden, wenn wir auf unserer Homepage immer nur eine Handvoll auf einmal präsentieren können. Deshalb wollen wir euch in der Rubrik „Motiv des Monats“ jeden Monat ein Bild vorstellen, das uns in den vergangenen Wochen besonders gut gefallen hat, und euch die Geschichte dahinter erzählen.
Mein Motiv des Monats März 2019 stammt aus einem Set von Werbefotos, die ich für die Zimmerei Flamm aufgenommen habe. Marcel Flamm hat uns im Lauf unseres Studio-Umzugs zur Seite gestanden. Ohne ihn, seine handwerkliche Expertise und seinen Einfallsreichtum hätten wir kaum die Hälfte der neuen Möbel und Hintergründe zur Verfügung, die uns die Arbeit in den neuen Räumen versüßen.

Zimmermeister Marcel Flamm (links) & Zimmerer Gerhard Schmid (rechts)

Für mich ist dieses Bild hier das schönste aus der ganzen Reihe: Das natürliche Licht unter dem Dach war einfach traumhaft - und wie sie so entspannt in die Kamera grinsen, sieht man den beiden Zimmermännern an, dass sie hier ganz in ihrem Element sind.
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Jill Carstens // Poststraße 15 // 72820 Sonnenbühl // Tel: 07128 - 380 34 87 // Handy: 0160 - 977 11 607